Nachruf auf Horst Thum

 Wir trauern um Horst Thum.
 
Mit Horst Thum verliert die Gedenkstätte Ahlem und sein Förderverein einen langjährigen Fürsprecher und Unterstützer.
 
Der promovierte Lehrer war im Ruhestand maßgeblich beteiligt an der inhaltlichen Aufbereitung von Zeitzeugeninterviews für die Dauerausstellung und die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte Ahlem.
 
Als Jürgen Hermel gestorben ist, hinterließ er uns eine Fülle von Video-Dokumenten. Seine Interviews mit Überlebenden des KZ Ahlem sind eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Schlaglichtern auf das Schicksal von verfolgten Menschen. Juden, die die nationalsozialistische Diktatur aus ihrem Leben – oft in ihrem Schtetl in Polen – gerissen hat: Deportiert um sie gemäß der unmenschlichen Ideologie der Nazis zu vernichten durch Zwangsarbeit in der ehemaligen Asphaltgrube in Ahlem.

 

Was Mosche Medzinski – der hier für die in der Grube und in den Unterkunftsbaracken umgekommenen Leidensgenossen ebenso wie die mit Glück überlebenden – berichtet hat ist typisch für das Schicksal dieser Mitmenschen. Das hat Jürgen Hermel uns überlassen. Horst Thum hat im Rahmen des Fördervereins der Gedenkstätte Ahlem ein Programm betreut, das eine systematische Aufarbeitung der Interviews zum Ziel hatte. Die Inhaltsangaben sollen den Nutzern der Videos einen gezielten Zugriff zu bestimmten Teilen der Berichte ermöglichen. Am Beispiel Mosches kann das sein: Wie ist Mosche in Lodz aufgewachsen – wie wurde das Ghetto nach dem deutschen Überfall eingerichtet und wie änderte sich das Leben der Juden – Wie überstand Mosche mit seinem Vater die Selektion in Auschwitz – wie war seine Situation im Reifenwerk der Conti in Stöcken – wie ging es ihm in Ahlem – wie hat er die Befreiung durch die US-Armee am 10. April 1945 erlebt – wie ging es weiter auf seinem Weg nach Israel?
 
Diese Bearbeitung hat Horst mit großem Einsatz organisiert, Tipps gegeben und die Arbeitsergebnisse aus unseren Reihen gesammelt. In der Arbeitsgruppe waren nur wenige Historiker vertreten. Die anderen Mitwirkenden kamen aus anderen Berufen, waren aber auch als „Laien“ gern zu dieser Aufgabe bereit. Horst zeichnete in den Gesprächen über die Auswertungsergebnisse aus, dass er das Engagement der Beteiligten gewürdigt hat:  Manche in der Arbeitsgruppe konnten kein Studium der historischen Analysen einbringen – ihn störte das nicht!! So konnten wir stets zufrieden an der nächsten Aufgabe weiter arbeiten und uns auf die nächste gemeinsame Sitzung freuen. Mit seinem ehrenamtlichen Engagement war er vielen Menschen ein Vorbild. Seine ruhige Art und sein umfangreiches Fachwissen haben ihn immer zu einem wertgeschätzten Partner bei der Entwicklung der lokalen Erinnerungskultur gemacht.
 
Schade, dass Horst nicht mehr die Vollendung des Projekts erleben durfte. Sein Vermächtnis werden alle wieder würdigen, die an der künftig wieder aufzunehmenden Auswertung von Jürgen Hermels Sammlung teilnehmen können.
 

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden. Wir werden Horst Thum sehr vermissen.

Studienfahrt November 2026 - Krakau (Highlight: Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau)

Der Förderverein lädt herzlich ein, vom 01.11.2026 bis zum 06.11.2026 an unserer Studienreise nach Krakau teilzunehmen, um die Geschichte der Stadt näher kennenzulernen. In einem umfangreichen historisch-politischen Rahmenprogramm steht unter anderem eine ausführliche Studienführung in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau auf dem Plan.

Wir werden mit dem Flugzeug anreisen und im Hotel Kazimierz in Krakau, das zentral im ehemaligen jüdischen Viertel liegt, übernachten. Das Programm umfasst unter anderem Höhepunkte wie den Allerheiligen-Abend auf dem größten Krakauer Friedhof, den Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, einen Stadtrundgang in der mittelalterlichen Altstadt, eine Untertage-Führung durch das einzigartige UNESCO-Weltkulturerbe Salzbergwerk Wieliczka und ein Klezmer-Konzert.

Wie in den vergangenen Jahren, liegt die Leitung und Organisation der Reise wieder in den bewährten Händen der Fa. Ziesing. 

Der Reisepreis pro Person beträgt bei einer Mindest-Teilnehmerzahl von 18 Personen:

1.425,- € pro Person

Ab 24 angemeldeten Personen reduziert sich der Reisepreis auf:

1.335,- € pro Person

Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Einzelzimmer sind vorbehaltlich der Verfügbarkeit gegen einen Aufpreis von 169,-€ buchbar.

Anmeldungen, Fragen und weitere Informationen erhalten Sie über foerderverein-gedenkstaette-ahlem@htp.com oder unter der Rufnummer 0511/45930454.

Führungen 2026

Hauke Jagau vor einem grünen Hintergrund im Freien.

Die Veranstaltung wird vom 22.03.2026 auf den 15.03.2026 um 14 Uhr verschoben!

Die Gedenkstätte Ahlem am Sonntag, 22. Februar 2026, aus einer persönlichen Perspektive erleben: Hauke Jagau, Vorsitzender des Fördervereins, stellt seinen Blick auf die Gedenkstätte Ahlem vor.

Als ehemaliger Regionspräsident von Hannover (2006 bis 2021) hat er den Aufbau und die Entwicklung der Gedenkstätte aktiv begleitet und unterstützt. Für Hauke Jagau ist die Gedenkstätte nicht nur ein Symbol der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch ein lebendiger Ort, an dem Geschichte auch in der Gegenwart eine wichtige Rolle spielt.

Sonntag, 22.02.2026, 14 Uhr 

Bitte anmelden, per Mail an foerderverein-gedenkstaette-ahlem@htp.com

max. 20 Teilnehmende

 



Hauke Jagau vor einem grünen Hintergrund im Freien.

 

Die Veranstaltung wird vom 22.03.2026 auf den 15.03.2026 um 14 Uhr verschoben!

 

Die Gedenkstätte Ahlem am Sonntag, 15. März 2026, aus einer persönlichen Perspektive erleben: Hauke Jagau, Vorsitzender des Fördervereins, stellt seinen Blick auf die Gedenkstätte Ahlem vor.

Als ehemaliger Regionspräsident von Hannover (2006 bis 2021) hat er den Aufbau und die Entwicklung der Gedenkstätte aktiv begleitet und unterstützt. Für Hauke Jagau ist die Gedenkstätte nicht nur ein Symbol der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch ein lebendiger Ort, an dem Geschichte auch in der Gegenwart eine wichtige Rolle spielt.

Sonntag, 15.03.2026, 14 Uhr 

Bitte anmelden, per Mail an foerderverein-gedenkstaette-ahlem@htp.com

max. 20 Teilnehmende

Hauke Jagau vor einem grünen Hintergrund im Freien.

Die Veranstaltung wird vom 25.10.2026 auf den 08.11.2026 verschoben!

Die Gedenkstätte Ahle am Sonntag, 08. November 2026, aus einer persönlichen Perspektive erleben: Hauke Jagau, Vorsitzender des Fördervereins, stellt seinen Blick auf die Gedenkstätte Ahlem vor.

Als ehemaliger Regionspräsident von Hannover (2006 bis 2021) hat er den Aufbau und die Entwicklung der Gedenkstätte aktiv begleitet und unterstützt. Für Hauke Jagau ist die Gedenkstätte nicht nur ein Symbol der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch ein lebendiger Ort, an dem Geschichte auch in der Gegenwart eine wichtige Rolle spielt.

Sonntag, 08.11.2026, 14 Uhr 

Bitte anmelden, per Mail an foerderverein-gedenkstaette-ahlem@htp.com

max. 20 Teilnehmende

Hauke Jagau vor einem grünen Hintergrund im Freien.

Die Gedenkstätte Ahlem am Sonntag, 22. November 2026, aus einer persönlichen Perspektive erleben: Hauke Jagau, Vorsitzender des Fördervereins, stellt seinen Blick auf die Gedenkstätte Ahlem vor.

Als ehemaliger Regionspräsident von Hannover (2006 bis 2021) hat er den Aufbau und die Entwicklung der Gedenkstätte aktiv begleitet und unterstützt. Für Hauke Jagau ist die Gedenkstätte nicht nur ein Symbol der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch ein lebendiger Ort, an dem Geschichte auch in der Gegenwart eine wichtige Rolle spielt.

Sonntag, 22.11.2026, 14 Uhr 

Bitte anmelden, per Mail an foerderverein-gedenkstaette-ahlem@htp.com

max. 20 Teilnehmende